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Wer sind die Sahraouis?

Die Sahraouis sind die BewohnerInnen der ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara, Angehörige und Nachkommen der maurischen Nomadenstämme, die seit Jahrhunderten in diesem Gebiet lebten.

Heute leben 150'000 Sahraouis in den Flüchtlingslagern südlich der Oasenstadt Tindouf in der westalgerischen Wüste. Denn im Winter 1975/76 besetzte die Armeen von Marokko und Mauretanien das Gebiet der Westsahara. Die sahraouische Bevölkerung flüchtete erst in Landesinnere, dann, und nach Bombardierungen mit Napalm und Phosphor durch die marokkanische Luftwaffe, über die Grenze nach Algerien.

Die sahraouische Bevölkerung der Westsahara hat ein Recht auf Selbstbestimmung, wie alle BewohnerInnen ehemaliger Kolonien. Dies bekräftigen UNO-Resolutionen seit 1963 – und bis heute.

Im Vertrauen auf dieses Recht auf Selbstbestimmung haben die Sahraouis ihr Leben in den Flüchtlingslagern stets als Übergangssituation begriffen.

Sie haben am 27. Februar 1976 ihren Staat, die Demokatische Arabische Republik Sahara DARS ausgerufen. Unter härtesten klimatischen Bedingungen und in einer Situation grossen Mangels haben sie im Exil in den Lagern ihren eigenen Staat aufgebaut, mit einer Verwaltung und öffentlichen Diensten (Ministerien, Parlament, politische Gemeinden, Schulsystem, Gesundheits- und Gerichtswesen, Kulturinstitution) geschaffen. Seit 40 Jahren hoffen sie, endlich in ihr Land zurückkehren zu können.

In dem vom Königreich Marokko besetzten Teil der Westsahara leben zudem mehrere Zehntausend Sahraouis unter schwierigsten Bedingungen. Die polizeilichen Repressionen gegen die sahraouische Bevölkerung werden noch verstärkt durch die marokkanische Politik, welche 200'000 MarokkanerInnen als Siedler in die Westsahara brachte und damit die Sahraouis zu einer Minderheit im eigenen Land gemacht hat.